24 March 2026, 02:10

Wohnbauprojekt in Willich spaltet Anwohner und Stadtplaner

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält Protestschilder und Banner hoch, mit Grünzeug auf der rechten Seite und einem Gebäude im Hintergrund.

Wohnbauprojekt in Willich spaltet Anwohner und Stadtplaner

Ein geplantes Wohnbauprojekt in Willich stößt auf massiven Widerstand der Anwohner. Das Vorhaben, das auf einem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf entstehen soll, zielt darauf ab, den dringenden Wohnraumbedarf der Stadt zu decken – doch die Größe und mögliche Auswirkungen auf das Viertel sorgen für Kritik.

Die ersten Entwürfe sehen 200 Wohneinheiten vor, darunter Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und mehrgeschossige Wohnblocks. Die Gebäude sollen in einer Hofbebauung mit Grünflächen angeordnet werden, um ein gesundes Wohnumfeld und eine bessere Klimaanpassung zu fördern.

Der Zugang zum Gelände wäre über die Moltkestraße möglich, wobei ein einseitig geführtes Ringsystem alle Einheiten verbinden soll. Geplant sind zudem Stellplätze, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage sowie neue Rad- und Fußwege, die die Krusestraße mit An Liffersmühle verbinden.

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Anwohner äußern jedoch erhebliche Bedenken, insbesondere wegen der viergeschossigen Gebäude, die direkt an ihre Kleingärten grenzen würden. In einer gemeinsamen Stellungnahme von 156 Bürgern, eingereicht Anfang 2026, fordern sie einen Stopp der Pläne. Sie verlangen eine aktualisierte Umweltverträglichkeitsprüfung, den Schutz der Grünflächen sowie eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur. Zu den Hauptsorgen zählen mehr Verkehr, Parkplatzmangel, Bebauungsdichte und der Verlust der Luftzirkulation.

Zusätzlich plant die Stadt, die Flüchtlingsunterkunft in Moltkedorf bis Ende des Jahres zu schließen, was den Druck erhöht, schnell Wohnlösungen zu schaffen.

Das Projekt bleibt umstritten: Während die Anwohner grundlegende Überarbeitungen fordern, könnte die Umsetzung dringend benötigten Wohnraum schaffen – allerdings mit möglichen Folgen für Verkehrsströme und Grünflächen in Moltkedorf. Nun muss die Stadt abwägen zwischen Wohnraumnachfrage, lokalem Widerstand und ökologischen Belangen.

Quelle