Wolfsangriffe auf Nutztiere in Südwestfalen eskalieren – Landwirte fordern Lösungen
Klothilde BergerWolfsangriffe auf Nutztiere in Südwestfalen eskalieren – Landwirte fordern Lösungen
Angriffe von Wölfen auf Nutztiere in Südwestfalen nehmen dramatisch zu
Verdächtige Angriffe von Wölfen auf Weidetiere haben in Südwestfalen stark zugenommen. Landwirte und Behörden diskutieren nun, ob eine gezielte Bejagung der Wölfe weitere Verluste verhindern könnte. Aktuelle Vorfälle deuten darauf hin, dass sich die Tiere zunehmend in Richtung menschlicher Siedlungen bewegen.
Über die Feiertage wurden in Neunkirchen-Wiederstein sechs Schafe gerissen. Das Besitzerpaar geht von einem Wolf als Verursacher aus. Die Tiere wurden mit abgerissenem Gliedmaßen gefunden, und ein elektrischer Zaun konnte den Angriff nicht abwehren.
Schon einen Tag zuvor hatte es in Liebenscheid in Rheinland-Pfalz einen ähnlichen Vorfall gegeben. Meldungen über Wolfssichtungen häufen sich – darunter auch eine im Dezember 2025 im Lüdenscheider Stadtzentrum. Dort versuchten Beamte, einen Wolf von einem Polizeirevier fernzuhalten, was die Sorgen über die wachsende Präsenz der Tiere in Ortsnähe verstärkt. Die wiederholten Angriffe haben die Debatte über das Wolfsmanagement neu entfacht. Einige fordern eine Bejagung zum Schutz der Nutztiere, andere setzen auf strengere Präventivmaßnahmen.
Die Zunahme der mutmaßlichen Wolfsangriffe hält die Landwirte in Alarmbereitschaft. Elektrische Zäune haben sich in mindestens einem Fall als wirkungslos erwiesen und lassen die Tiere schutzlos zurück. Die Behörden stehen unter Druck, eine Lösung zu finden, da sich Wölfe offenbar immer häufiger in der Nähe von Wohngebieten niederlassen.






