Wuppertal tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising macht auf Not von Frauen aufmerksam
Anto SchülerWuppertal tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising macht auf Not von Frauen aufmerksam
Wuppertal hat sich über 100 deutschen Städten angeschlossen und beteiligt sich an der weltweiten One Billion Rising-Kampagne gegen Gewalt an Frauen. Die diesjährige Veranstaltung fand am Johannes-Rau-Platz statt, wo ein Flashmob auf das anhaltende Problem aufmerksam machte. Die Protestaktion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem lokale Frauenhäuser Rekordnachfrage melden – parallel zu steigenden Zahlen häuslicher Gewalt.
Die 2012 von Eve Ensler ins Leben gerufene Kampagne erreichte Deutschland erstmals 2013, als Berlin, Hamburg und München Veranstaltungen organisierten. Seither wächst die Beteiligung stetig, nun auch mit Wuppertal. An einem Wochentagmorgen wurde der Termin so gelegt, dass Schulklassen teilnehmen konnten.
Mit roten Tüchern versammelten sich die Teilnehmenden und tanzten als Symbol des Widerstands gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Demonstration rückte eine erschreckende Realität ins Licht: Allein 2025 verzeichnete Wuppertal fast 1.000 Fälle häuslicher Gewalt, wobei Frauen die überwiegende Mehrheit der Opfer stellen. Die örtlichen Frauenhäuser waren das ganze Jahr über voll belegt und kämpfen mit der Bewältigung der Nachfrage.
Ziel des Flashmobs war es, das Bewusstsein zu schärfen und die Behörden zu stärkerem Schutz zu drängen. Ähnliche Proteste fanden bundesweit statt und spiegeln den landesweiten Druck für Veränderung wider.
Wuppertals Engagement bei One Billion Rising unterstreicht das Bekenntnis der Stadt, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Angesichts überlasteter Schutzunterkünfte und steigender Gewaltmeldungen hoffen die Organisator:innen, dass die Kampagne konkrete Maßnahmen anstoßen wird. Durch die Einbindung von Schulen sollte zudem die jüngere Generation für das Thema sensibilisiert werden.
Training Sessions Reveal Wuppertal's Flashmob Prep: Dates and Details
Wuppertal's One Billion Rising participants trained in advance for their February 13 flashmob. Here's how they prepared:
- Open dance sessions were held on 9 Feb and 12 Feb at Tanzschule Urban Art Complex.
- A video guide for the 'Break the Chain' choreography was available online for practice.






