03 April 2026, 14:11

Zoll stoppt Kühltransporter mit zwei Tonnen illegaler Lebensmittel auf der A44

Ein Display mit Erdbeeren, Orangen und Kohl mit dem Text "Gesetz zur Modernisierung des Lebensmittelsicherungsrechts (FSMA)" auf der rechten Seite.

Zoll stoppt Kühltransporter mit zwei Tonnen illegaler Lebensmittel auf der A44

Am 5. November 2025 hielt das Zollamt Bielefeld auf der Autobahn A44 bei Bad Wünnenberg einen in Moldau zugelassenen Kühltransporter an. Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten fast zwei Tonnen nicht deklarierte Lebensmittel, darunter verbotene Fleisch- und Milchprodukte. Gegen die beiden Insassen wurden daraufhin Strafverfahren eingeleitet.

Im Fahrzeug befanden sich zwei 34-jährige Männer, von denen einer angab, Pakete an moldawische Staatsbürger in Irland ausliefern zu wollen. Bei der Überprüfung fanden die Zollbeamten 2,8 Kilogramm Kaffee, 4,5 Liter Alkohol sowie große Mengen leicht verderblicher Waren – darunter rohes Fleisch, Käse, Eier sowie frisches Obst und Gemüse. Keines der frischen Erzeugnisse verfügte über das vorgeschriebene Pflanzengesundheitszeugnis, und Fleisch, Käse sowie Eier unterlagen einem EU-Einfuhrverbot.

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Die Waren waren ohne zollamtliche Abfertigung in die EU gelangt, sodass keine Abgaben entrichtet worden waren. Die Behörden gingen davon aus, dass die Güter entweder geschmuggelt oder ohne ordnungsgemäße Deklaration eingeführt worden waren. Die verderblichen Lebensmittel wurden nach Rücksprache mit dem Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Soest von einem Entsorgungsunternehmen vernichtet.

Der Fahrer hinterlegte eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro, um Lager-, Entsorgungskosten, Einfuhrzölle und mögliche Bußgelder abzudecken. Beide Männer müssen sich nun wegen Verstößen gegen Einfuhrverbote und Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten.

Der Fall verdeutlicht die Risiken beim Transport nicht deklarierter Lebensmittel in die EU. Die beschlagnahmten Waren waren entweder illegal oder mit ausstehenden Abgaben belastet, und die Beteiligten müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Aktuell liegen keine bundesweiten Statistiken zu ähnlichen Fällen in Deutschland für das Jahr 2025 vor.

Quelle