Zugbegleiter fordern mehr Schutz nach dramatischem Anstieg der Gewaltvorfälle
Anto SchülerZugbegleiter fordern mehr Schutz nach dramatischem Anstieg der Gewaltvorfälle
Zugbegleiter in Deutschland fordern besseren Schutz nach Jahren steigender Angriffe
Mandy Brune, eine Zugbegleiterin aus Saerbeck mit fast drei Jahrzehnten Berufserfahrung, hat auf ihren Einsätzen bereits verbale Beleidigungen, Bedrohungen § und sogar körperliche Gefahren erlebt. Jetzt kämpft sie gemeinsam mit Gewerkschaftsvertretern für dringende Verbesserungen, um die Sicherheit von Bahnmitarbeitern zu erhöhen.
Brune arbeitet seit 1997 bei der Deutschen Bahn. Im Laufe der Jahre musste sie immer wieder Beschimpfungen, gewalttätige Bedrohungen § und Situationen ertragen, in denen sie ohne Unterstützung allein gelassen wurde. Oft stehen Fahrgäste tatenlos daneben – manche filmen die Vorfälle sogar, statt einzugreifen.
Aktuelle Zahlen unterstreichen das Ausmaß des Problems: Allein bei DB Regio Nordost gab es 2024 bereits 111 körperliche Übergriffe und 740 verbale Angriffe in der Region. Bundesweit wurden für 2025 über 3.000 Vorfälle gegen Bahnmitarbeiter registriert. Zwar liegen die genauen Zahlen für 2023 noch nicht vor, doch der Trend deutet auf eine weitere Verschärfung hin.
Brune engagiert sich nun in der Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Quereinsteiger!", um das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen. Sie spürt erste Erfolge: Einige Fahrgäste greifen mittlerweile ein, wenn sie bedroht wird. Gleichzeitig fordert Neithard von Böhlen, Landesvorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Nordrhein-Westfalen, konsequentere Maßnahmen. Seine Vorschläge umfassen unter anderem doppelt besetzte Schichten, Körperkameras für Mitarbeiter und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Straftaten gegen Zugbegleiter.
Der Druck für sicherere Arbeitsbedingungen wächst, während die Angriffe auf Bahnpersonal immer häufiger werden. Brune bleibt ihrem Beruf treu, besteht aber auf besseren Schutz. Mit Gewerkschaftsforderungen und öffentlichen Kampagnen soll das Risiko für Zugbegleiter und andere Beschäftigte im Verkehrssektor verringert werden.






