Zwei gegensätzliche Demonstrationen in Hamm sorgen für friedliche Straßensperrungen
Hellmuth OrtmannZwei gegensätzliche Demonstrationen in Hamm sorgen für friedliche Straßensperrungen
Zwei gegensätzliche Kundgebungen in Hamm am Donnerstag, 5. Februar
In Hamm fanden am Donnerstag, dem 5. Februar, zwei entgegengesetzte Demonstrationen statt. Eine Versammlung setzte sich für reproduktive Rechte ein, während die andere eine lebensbejahende Position vertrat. Beide Veranstaltungen verliefen zwar friedlich, führten jedoch zu vorübergehenden Straßensperrungen in der Innenstadt.
Die erste Kundgebung unter dem Motto "Reproduktive Gerechtigkeit – Gegen das katholische Abtreibungsverbot" begann um 10 Uhr auf dem Marktplatz. Vierzehn Teilnehmer:innen versammelten sich zu einer stationären Mahnwache, die gegen 11:40 Uhr vor dem Landesarbeitsgericht endete. Die Polizei begleitete die Veranstaltung durchgehend.
Gleichzeitig fand eine separate Demonstration unter dem Titel "Menschenwürde und das Recht auf Leben für alle Menschen" statt, organisiert von der Initiative "Aktion Recht auf Leben für alle". Rund 500 Menschen nahmen daran teil, zogen durch die Widumstraße und die Marker Allee und hörten Redebeiträge. Die Veranstaltung endete ohne Zwischenfälle.
Durch die Straßensperrungen kam es zu geringfügigen Verkehrsbehinderungen. Dank der Polizeipräsenz gab es keine Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen. Solche Demonstrationen in Hamm sind in der Regel kleiner – in den letzten Jahren lagen die Teilnehmerzahlen bei ähnlichen lokalen Veranstaltungen selten über 100 Personen.
Beide Kundgebungen endeten ohne Konflikte, auch wenn die Sperrungen zu einigen Verzögerungen im Verkehr führten. Die Ereignisse spiegeln die anhaltenden Debatten um reproduktive Rechte und Lebensschutz in der Region wider. Die Polizei bestätigte, dass es weder Festnahmen noch Störungen gab.






