23 April 2026, 20:10

Abseits-Skandal im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren Videobeweis-Einsatz

Schiedsrichter spricht mit zwei Fußballspielern auf einem saftig grünen Feld, ein Spieler hält einen Fußball.

Abseits-Skandal im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren Videobeweis-Einsatz

Ein umstrittenes Abseits im DFB-Pokal hat die Forderungen nach einem früheren Einsatz des Videobeweises in diesem Wettbewerb neu entfacht. Beim Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München übersah Schiedsrichter Tobias Welz ein klares Abseits von Leroy Sané vor dessen Ausgleichstreffer. Der Vorfall hat eine erneute Debatte über die Ausweitung der Video-Assistent-Technologie im deutschen Pokalfußball ausgelöst.

Der umstrittene Schiedsrichterentscheid ereignete sich in der ersten Runde des DFB-Pokals, in der der Videobeweis bisher nicht zum Einsatz kommt. Bayern-Chef Max Eberl setzt sich nun dafür ein, die Technologie zumindest ab der zweiten Runde einzuführen. Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees, der bei der DFB Schiri GmbH für Innovation zuständig ist, unterstützt diesen Vorschlag und hält ihn für technisch umsetzbar.

Doch die Finanzierung bleibt ein großes Hindernis. Bundesliga und 2. Bundesliga geben bereits rund 11 Millionen Euro für die Videobeweis-Technologie aus, hinzu kommen etwa eine Million Euro für Personal – pro Spiel entstehen so Kosten von knapp 20.000 Euro. Vereine aus den unteren Ligen, die über keine solche Infrastruktur verfügen, hätten Schwierigkeiten, diese Ausgaben zu stemmen, da Fernsehgelder nur die beiden höchsten Spielklassen unterstützen.

Auch in der Bundesliga gibt es zunehmend Kritik am Videobeweis. Eintracht Frankfurts Trainer Dino Toppmöller übt scharfe Kritik am System, nachdem seinem Team in der Partie gegen Heidenheim (1:1) ein Tor aberkannt worden war. Trotz der bekannten Schwächen des Videobeweises argumentieren viele, dass sein Fehlen in den frühen DFB-Pokal-Runden zu inkonsistenten Schiedsrichterleistungen führe.

Die Diskussion hält an, während die Fragen nach Kosten und Finanzierung weiterhin ungeklärt sind. Während die einen den Videobeweis als notwendigen Schritt sehen, zweifeln andere daran, ob die finanzielle Belastung für kleinere Vereine gerechtfertigt ist.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das übersehene Abseits im Spiel Köln gegen Bayern hat den Druck erhöht, den Videobeweis bereits in den frühen Runden des DFB-Pokals einzuführen. Vereine und Verantwortliche müssen nun abwägen, inwieweit die Vorteile einer faireren Spielentscheidung die finanziellen Herausforderungen aufwiegen. Jede Entscheidung wird direkte Auswirkungen darauf haben, wie Vereine aus den unteren Ligen die Kosten für die Einführung der Technologie bewältigen können.

Quelle