07 April 2026, 20:16

Deutsche Telekom baut Glasfaser aus – doch kaum einer nutzt es

Plakat, das das bezahlbare Anschlussprogramm bewirbt, mit Text, der besagt, dass über 15 Millionen Haushalte eingeschrieben sind, um bei High-Speed-Internet zu sparen, und einem Programm-Logo.

Telekom verdient nicht genug an Glasfaser-Internet - Deutsche Telekom baut Glasfaser aus – doch kaum einer nutzt es

Deutsche Telekom baut Glasfasernetz auf 11,8 Millionen Haushalte aus – doch nur 16,1 Prozent nutzen es

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Die Deutsche Telekom hat ihr Glasfasernetz auf 11,8 Millionen deutsche Haushalte, Unternehmen und Behördengebäude ausgebaut. Doch trotz des raschen Ausbaus haben erst 16,1 Prozent der berechtigten Nutzer auf den schnelleren Dienst umgestellt – eine Quote, die Konzernchef Tim Höttges als "viel zu niedrig" bezeichnet.

Die Glasfaserkabel des Unternehmens durchziehen mittlerweile weite Teile Deutschlands, und bis Jahresende sollen rund 25 Millionen Standorte erschlossen sein. Die Deutsche Telekom rechnet damit, etwa die Hälfte davon zu versorgen. Dennoch setzen die meisten deutschen Haushalte weiterhin auf ältere, langsamere Anschlüsse wie VDSL oder Kabel-TV-Netze, die häufig unter Geschwindigkeitsverlusten und Instabilität leiden.

Rekordzuwachs – aber zögerliche Nachfrage Alleiner im dritten Quartal stieg die Zahl der "Fiber to the Home"-(FTTH)-Kunden der Deutschen Telekom um 155.000 – der größte quartalsweise Zuwachs bisher. Dennoch bleibt die Umstellung zäh, was die Führungsetage frustriert. Höttges betonte, Glasfaser sei langfristig die beste Technologie, auch wenn sich die Monetarisierung bisher langsam gestalte.

Hürden in Mehrfamilienhäusern Ein großes Hindernis stellt der Wohnungsmarkt dar: In vielen Mietshäusern enden die Glasfaserkabel an der Straße, sodass Mieter keinen Anschluss erhalten. Höttges forderte die Politik auf, die Installationsvorschriften zu vereinfachen, und kritisierte große Vermieter, die Gebühren für den Glasfaserzugang verlangen. Finanzvorstand Christian Illek bezeichnete die aktuelle Nachfrage nach Glasfaser-Tarifen als "enttäuschend".

Trotz Herausforderungen: Glasfaser als Zukunftstechnologie Trotz der Schwierigkeiten treibt die Deutsche Telekom den Ausbau weiter voran. Das Unternehmen bleibt überzeugt, dass Glasfaser die Zukunft ist – doch die Überzeugungsarbeit bei Kunden und Vermietern bleibt ein schwieriges Unterfangen.

Bis Ende 2024 wird das Glasfaser-Internet etwa 25 Millionen deutsche Adressen erreichen, wobei die Deutsche Telekom die Hälfte abdecken will. Das jüngste Quartalswachstum zeigt Fortschritte, doch niedrige Umstellungsquoten und logistische Barrieren bestehen weiter. Die Führungsetage drängt nun auf regulatorische Änderungen, um den Anschluss in Mietwohnungen zu beschleunigen.

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