Münster erreicht historischen Tiefstand bei Energieverbrauch und Emissionen
Oswin MosemannMünster erreicht historischen Tiefstand bei Energieverbrauch und Emissionen
Münster hat im vergangenen Jahr bedeutende Fortschritte beim Senken des Energieverbrauchs und der Emissionen erzielt. Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang des Verbrauchs, während der Ausstoß von Treibhausgasen nun auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen liegt. Die Bemühungen der Stadt, die Solarenergie auszubauen, haben ebenfalls an Fahrt aufgenommen – ein Wendepunkt in ihren Klimaschutzmaßnahmen.
Zwischen 2023 und 2024 sank Münsters Energieverbrauch um vier Prozentpunkte und erreichte nur noch 85 % des Niveaus von 1990. Dieser Rückgang geht einher mit einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um 37 % seit 1990; aktuell liegen sie bei 63 % des Wertes von vor drei Jahrzehnten. Pro Kopf haben sich die Emissionen im gleichen Zeitraum halbiert.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hat in Münster weiter an Dynamik gewonnen. Besonders die Solarkapazität in Wohngebäuden wächst schneller als in jedem anderen Sektor. Tatsächlich hat die Stadt in den letzten vier Jahren genauso viel Photovoltaik-Leistung hinzugewonnen wie in den beiden Jahrzehnten davor. Erneuerbare Energien decken mittlerweile etwa 24 % des städtischen Strombedarfs.
Trotz dieser Erfolge bleiben Herausforderungen bestehen. Münsters CO₂-Budget, um die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, ist nahezu aufgebraucht. Gleichzeitig sanken die CO₂-Emissionen 2023 und 2024 um rund 140.000 metrische Tonnen, sodass die Gesamtmenge nun bei 1,65 Millionen metrischen Tonnen liegt. Auf nationaler Ebene stieg der Emissionsfaktor des deutschen Strommixes 2024 wieder auf das Niveau von 2020 an – ein Spiegel der übergeordneten Trends in der Energiewende.
Die aktuellen Daten Münsters unterstreichen die realen Fortschritte bei der Reduzierung von Energieverbrauch und Emissionen. Der Ausbau der Solarenergie und der geringere Verbrauch treiben die Veränderungen voran, doch das verbleibende CO₂-Budget lässt kaum Spielraum für Verzögerungen. Da die Emissionen nun auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten sind, wird sich der Fokus voraussichtlich darauf richten, diesen Schwung beizubehalten.






