Düren modernisiert Abwassersystem: Bau des HS-11-Sammlers hat begonnen
Klothilde BergerDüren modernisiert Abwassersystem: Bau des HS-11-Sammlers hat begonnen
In Düren haben die Bauarbeiten für den fünften Abschnitt des neuen HS-11-Sammlers begonnen – ein zentrales Modernisierungsprojekt für das städtische Entwässerungssystem. Das Vorhaben, das vom Wasserverband Eifel-Rur (WVER) geleitet wird, soll in etwa zwei Jahren abgeschlossen sein. Nach Angaben der Verantwortlichen entsteht so ein modernes und zuverlässiges Netz für die Abwasserbewirtschaftung.
Die Baustelle erstreckt sich über eine Länge von 3.000 Metern – vom Hundesportplatz bis zur alten Eisenbahnbrücke über die Rur. Insgesamt werden rund 5.800 Meter Abwasserrohre verlegt, darunter ein 417 Meter langer Regenwasserkanal entlang der Rurstraße. Um die Arbeiten effizient zu gestalten, ist das Projekt in 13 kleinere Abschnitte unterteilt.
Vor Baubeginn wurden die Anwohner der betroffenen Gebiete in einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Pläne unterrichtet. Ziel des Projekts ist es, das Dürener Klärwerk mit einem redundanten Doppelleitungssystem auszustatten, um die Effizienz und Sicherheit zu erhöhen. Trotz des Umfangs der Bauarbeiten bleibt das traditionelle Annakirmes-Fest von den Maßnahmen unberührt.
Dr. Joachim Reichert, Vorsitzender des Verbandsrats des WVER, bezeichnete den neuen Sammler als "entscheidenden Schritt für eine nachhaltige Entwässerung". Bürgermeister Frank Peter Ullrich ergänzte, dass die Modernisierung eine zukunftssichere Infrastruktur für die Stadt schaffe.
Nach Fertigstellung wird der HS-11-Sammler Dürens Kapazitäten zur Bewältigung von Abwasser und Regenwasser deutlich stärken. Das Doppelleitungssystem sorgt für eine Reservekapazität und verringert so Risiken bei Starkregen oder Wartungsarbeiten. Die Fertigstellung ist innerhalb der nächsten zwei Jahre geplant.






