29 April 2026, 08:30

Fortuna Düsseldorf kämpft weiter um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der COVID-19-Fälle in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Streit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf kämpft weiter um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW

Fortuna Düsseldorf bleibt in Rechtsstreit mit NRW um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen verstrickt

Der Fußballclub Fortuna Düsseldorf ringt weiterhin in einem juristischen Machtkampf mit dem Land Nordrhein-Westfalen um 1,7 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen. Zwar gewann der Verein zunächst den Prozess, doch der Streit ist noch lange nicht beigelegt – das Geld bleibt vorerst blockiert. Die anhaltende Auseinandersetzung wirft Fragen zur finanziellen Stabilität des Clubs und seiner Wettbewerbsfähigkeit in der Liga auf.

Auslöser des Konflikts war die Rückforderungsaufforderung des Landes für die 1,7 Millionen Euro Hilfe. Fortuna Düsseldorf argumentiert, die Mittel seien aufgrund hoher Verluste durch Geisterspiele während der Pandemie gerechtfertigt gewesen. Das Land hingegen sieht die finanziellen Probleme des Vereins auch in dessen Abstieg in die 2. Bundesliga 2020 begründet – und nicht allein in der Pandemie.

Im Mai gab das Düsseldorfer Verwaltungsgericht dem Club recht und untersagte dem Land vorläufig die Rückforderung. Das Gericht kritisierte zudem uneinheitliche Maßstäbe bei der Verteilung der Hilfsgelder an die Vereine. Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer: Das Oberverwaltungsgericht Münster schlug vor, das Verfahren einzustellen – es sei denn, beide Seiten einigten sich auf eine teilweise Rückzahlung unter veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen.

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Aktuell hat das Urteil der ersten Instanz zwar Bestand, ist aber noch nicht rechtskräftig. Fortuna Düsseldorf kann die 1,7 Millionen Euro weiterhin nicht nutzen, was die finanzielle Planung erschwert. Der Verein warnt, dass der langwierige Rechtsstreit ihn im Vergleich zu den Konkurrenten in der Liga benachteiligen könnte.

Nun haben beide Seiten vier Wochen Zeit, um eine außergerichtliche Einigung zu finden. Eine solche würde voraussichtlich vorsehen, dass Fortuna Düsseldorf Teile der Klage fallen lässt – im Gegenzug für eine reduzierte Rückforderungsforderung des Landes.

Der juristische Stillstand hält den Verein weiterhin von den umstrittenen Geldern fern. Sollte innerhalb der Frist keine Einigung zustande kommen, könnte sich der Prozess weiter hinziehen und den Zugang zu den Hilfen zusätzlich verzögern. Die Entscheidung wird letztlich darüber bestimmen, ob der Club einen Teil der 1,7 Millionen Euro zurückzahlen muss – oder das gesamte Geld behalten darf.

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