23 March 2026, 00:10

Gedenkfeier am Wenzelnberg erinnert an 71 NS-Opfer vor 81 Jahren

Steinernes Gebäude mit einem Fenster und einer Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Gedenkfeier am Wenzelnberg erinnert an 71 NS-Opfer vor 81 Jahren

Am 19. April 2026 findet am Mahnmal Wenzelnberg eine Gedenkfeier für 71 Opfer statt, die vom NS-Regime ermordet wurden. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und markiert den 81. Jahrestag der Morde, die sich am 13. April 1945 ereigneten. Lokale Vertreter, Schülerinnen und Schüler sowie Chöre werden gemeinsam der Opfer gedenken und innehalten.

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Die Gedenkveranstaltung wird von mehreren Städten organisiert, darunter Langenfeld, Remscheid, Solingen, Wuppertal, Leverkusen und Leichlingen. Langenfelds Bürgermeister Gerold Wenzens und Alexandra Mehdi von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) werden während der Feier Reden halten.

Auch Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse (Q1) des Langenfelder Konrad-Adenauer-Gymnasiums beteiligen sich an der Veranstaltung. Ihre Teilnahme bringt die Perspektive einer jüngeren Generation in die Gedenkfeier ein.

Ein gemeinsamer Auftritt des Langenfelder Kinder- und Jugendchors sowie des AWO-Chors bildet einen weiteren Programmpunkt. Den Abschluss der Veranstaltung bildet das gemeinsame Singen des Liedes Die Moorsoldaten, das historisch mit Widerstand und Solidarität verbunden ist.

Die Morde von Wenzelnberg waren Teil der breiten NS-Verbrechen in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs. Während an diesem Ort 71 Todesopfer bestätigt sind, starben Tausende weitere auf nahen Todesmärschen und bei Evakuierungen aus Lagern wie Sachsenhausen – noch bis in die ersten Maitage 1945 hinein.

Die jährliche Gedenkfeier stellt sicher, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Durch die Teilnahme von Rednern, Schülerinnen und Schülern sowie Chören bleibt das Bewusstsein für die NS-Verbrechen in der Region wach. Gleichzeitig dient die Veranstaltung als Mahnung an die weitverbreitete Gewalt, die in den letzten Kriegstagen in der gesamten Region stattfand.

Quelle