22 March 2026, 14:11

Gericht kippt Vuelings Handgepäckregeln – was das für Passagiere bedeutet

Schwarzes und weißes Bild von Menschen, die in einem Flughafen mit Gepäck stehen, mit Schließfächern im Hintergrund.

Gericht kippt Vuelings Handgepäckregeln – was das für Passagiere bedeutet

Ein deutsches Gericht hat die Handgepäckregelung von Vueling für ungültig erklärt und sie als ungerecht gegenüber Passagieren eingestuft. Die Entscheidung folgte auf eine Klage des Verbandes der Verbraucherzentralen (vzbv). Sie markiert einen bedeutenden Wandel darin, wie Fluggesellschaften Gebühren für Handgepäck erheben dürfen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Oberlandesgericht Hamm gab dem vzbv recht und urteilte, dass Vueling das kostenlose Handgepäck nicht auf eine kleine Tasche mit den Maßen 20 x 30 x 40 Zentimeter beschränken darf. Das Gericht begründete, Handgepäck sei ein grundlegender Bestandteil des Flugreise und Airlines müssten angemessene Abmessungen ohne Zusatzkosten zulassen.

Die vzbv-Vorstandsvorsitzende Ramona Popp argumentierte, Passagiere hätten Anspruch auf ein kleines persönliches Gepäckstück sowie einen standardmäßigen Kabinenkoffer. Dieser solle mindestens 115 Zentimeter im Gesamtumfang messen und bis zu zehn Kilogramm wiegen. Popp kritisierte, dass Fluggesellschaften Kunden dazu drängten, für größere Koffer zu zahlen, und forderte klarere rechtliche Vorgaben.

Das Urteil fällt in eine Phase, in der Brüssel über eine Reform der Fluggastrechte verhandelt. Ähnliche Klagen gegen EasyJet, Eurowings und Wizz Air harren noch einer Entscheidung.

Vueling darf künftig keine zusätzlichen Gebühren mehr für größere Handgepäckstücke erheben, sofern diese den gerichtlichen Vorgaben entsprechen. Die Entscheidung könnte sich auf laufende Rechtsstreitigkeiten mit anderen Airlines auswirken und setzt einen Präzedenzfall für künftige Regelungen zu Handgepäckgebühren in ganz Europa.

Quelle