02 May 2026, 12:12

"Gier und Verbissenheit": Warum Fußballer auf extreme Mentalität schwören – und wann sie scheitert

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Person in Fußballkleidung, die einen Fußball tritt, mit der Aufschrift 'Fußball' auf der Seite.

"Gier und Verbissenheit": Warum Fußballer auf extreme Mentalität schwören – und wann sie scheitert

Fußballmannschaften und Spieler sprechen oft davon, wie wichtig es ist, „gierig“ oder „verbissen“ zu sein, um zu gewinnen. Diese Begriffe beschreiben eine kompromisslose, unerbittliche Haltung auf dem Platz. Doch was steckt wirklich dahinter – und führen sie immer zum Erfolg?

Trainer und Spieler setzen häufig auf drastische Formulierungen, um sich selbst zu motivieren. Julian Nagelsmann forderte einst von der deutschen Nationalmannschaft „Gier und Verbissenheit“ vor einem Spiel gegen Nordirland. Joshua Kimmich wiederum beschrieb seinen eigenen Ansatz als „noch verbissener, noch zäher, noch gnadenloser“.

Die Idee dahinter: Eine Mannschaft muss mit einer fast aggressiven Siegeswillen auftreten. Manche Spieler sagen sogar, es solle sich „ekelhaft“ anfühlen, gegen sie zu spielen – in der Hoffnung, den Gegner zu verunsichern. Doch nicht jeder Sieg hängt von dieser Einstellung ab. Das kürzliche 7:0 gegen Leverkusen war eher eine Frage von Klasse und Präzision als von reiner Verbissenheit.

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Die Diskussion geht über Taktik hinaus. Manche argumentieren, „Hunger“ und „Verbissenheit“ ließen sich nicht vereinen – schließlich entsteht bittere Galle nach üppigem Essen, nicht durch Hunger. Andere sehen darin eine bewusste Entscheidung: Hunger führt zu Gier, Verbissenheit zu unnachgiebigem Druck.

Die Praxis zeigt gemischte Ergebnisse. Arminias Aufstieg wurde darauf zurückgeführt, „viel verbissener“ geworden zu sein. Beim SC Freiburg hingegen wurde Maximilian Philipp kritisiert, weil er im Training „nicht verbissen genug“ gewesen sei. Die Begriffe bleiben – doch ihre Wirkung variiert.

Begriffe wie „verbissen“, „gnadenlos“ oder „ekelhaft“ sind im Fußball nach wie vor verbreitet. Sie spiegeln eine Mentalität wider, die Intensität über reine Technik stellt. Ob sie jedoch Siege garantieren, bleibt fraglich – besonders, wenn allein die Klasse ein Spiel entscheidet.

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