Hürth erhöht 2026 Gebühren für Müllabfuhr und Trinkwasser – doch nicht alles wird teurer
Klothilde BergerHürth erhöht 2026 Gebühren für Müllabfuhr und Trinkwasser – doch nicht alles wird teurer
Die Haushalte in Hürth müssen sich 2026 auf Änderungen bei ihren Gebührenbescheiden einstellen: Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hürth hat neue Entgelte für kommunale Dienstleistungen beschlossen. Betroffen sind die Abfallentsorgung, die Abwassergebühren, die Straßenreinigung sowie die Wasserversorgung – mit teils spürbaren Steigerungen, aber auch leichten Senkungen.
Hintergrund der Anpassungen sind gestiegene Ausgaben der Stadt, darunter Personalkosten, Deponiegebühren und jüngste Investitionen in die Infrastruktur.
Bei der Müllabfuhr steigen die Kosten für die Haushalte. Eine Standard-Biotonne mit 120 Litern Fassungsvermögen, die 26 Mal im Jahr geleert wird, kostet künftig 372 Euro – bisher waren es 339 Euro. Auch die Straßenreinigungsgebühren werden teurer: Sie erhöhen sich von 2,73 Euro auf 3,36 Euro pro laufendem Meter Grundstücksfront.
Dagegen sinken die Abwassergebühren. Der Preis pro Kubikmeter reduziert sich von 2,94 Euro auf 2,81 Euro, da Überschüsse aus Vorjahren umgeschichtet werden. Ebenfalls günstiger wird die Regenwassergebühr: Sie fällt von 1,68 Euro auf 1,65 Euro pro Quadratmeter.
Bei den Frischwassergebühren hingegen gibt es eine Erhöhung: Der Kubikmeterpreis steigt von 2,31 Euro auf 2,50 Euro. Insgesamt wird ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus im Jahr 2026 1.716,48 Euro für kommunale Dienstleistungen zahlen – ein Plus von 3,27 Prozent gegenüber 2025.
Die Änderungen spiegeln die allgemeine Kostenentwicklung wider, darunter höhere Personalkosten, Inflation und Abschreibungen durch aktuelle Investitionsprojekte. Trotz dieser Belastungen gelingt es der Stadt, durch Umverteilung bestehender Mittel einige Gebühren zu senken.
Die neuen Tarife treten 2026 in Kraft und betreffen tausende Haushalte in Hürth. Während Dienstleistungen wie Abwasser und Regenwasserentwässerung günstiger werden, steigen die Preise für Müllabfuhr und Trinkwasser spürbar. Ziel der Anpassungen ist es, die wachsenden Betriebskosten mit der Aufrechterhaltung essenzieller Leistungen für die Bürger in Einklang zu bringen.






