30 March 2026, 22:11

Karlspreis-Vorstand wächst: Fünf neue Mitglieder für proeuropäische Ausrichtung

Altes Dokument mit der Aufschrift "Johann Wolfgang von Goethes Wiener Vertrag, 1777" in einem goldenen Rahmen mit einem Wappen.

Karlspreis-Vorstand wächst: Fünf neue Mitglieder für proeuropäische Ausrichtung

Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen hat ihren Vorstand erweitert. Fünf neue Mitglieder sind in das Gremium aufgenommen worden, das für die Auswahl der Träger des renommierten Preises zuständig ist. Die Ernennungen folgen einem Beschluss, Nominierungen bestimmter politischer Parteien aufgrund ihrer Haltung zu Europa auszuschließen.

Der Internationale Karlspreis wird seit 1950 jährlich verliehen. Er ehrt Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen politische Größen wie Konrad Adenauer, Helmut Kohl, Tony Blair und Angela Merkel sowie weitere Führungspersönlichkeiten aus Regierung und öffentlichem Dienst.

Der Vorstand ist für die Auswahl der Preisträger und die Organisation der Verleihungsfeier verantwortlich. Kürzlich lehnte er einstimmig Nominierungen der AfD und der Partei DIE LINKE ab. Die Gesellschaft begründete dies damit, dass die Positionen dieser Parteien im Widerspruch zu ihrer proeuropäischen Ausrichtung stünden.

Fünf neue Mitglieder sind nun in den Vorstand berufen worden: Fabia Kehren (SPD), Hermann Gröhe (ehemaliger Bundesminister), Sabine Scholt, Dr. Margrethe Schmeer (CDU) sowie Hermann Josef Pilgram (Bündnis 90/Die Grünen). Sie werden die zukünftige Ausrichtung des Preises und der damit verbundenen Veranstaltungen mitgestalten.

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Der erweiterte Vorstand wird weiterhin die Träger des Karlspreises auswählen. Mit 76 ausgezeichneten Persönlichkeiten seit 1950 bleibt der Preis ein zentrales Symbol der europäischen Einheit. Die neuen Mitglieder werden an den Entscheidungen für den Preis 2026 mitwirken, der an Mario Draghi als 77. Preisträger vergeben wird.

Quelle