Kusamas Kürbis-Skulptur bekommt in Wiesbaden ein neues Zuhause und wird zum Fest-Highlight
Klothilde BergerKusamas Kürbis-Skulptur bekommt in Wiesbaden ein neues Zuhause und wird zum Fest-Highlight
Wiesbadens ikonische Kürbis-Skulptur von Yayoi Kusama hat einen neuen Platz gefunden
Die markante Kürbis-Plastik der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama, bekannt für ihre grellgelbe Farbe und die charakteristischen Tupfen, ist nun im Wiesbadener Kurpark beheimatet. Das 2004 erstmals aufgestellte Kunstwerk steht seit seiner Umsiedlung im Jahr 2019 in der Nähe des Wochenmarkts und war an diesem Wochenende der Mittelpunkt des traditionellen Kürbissuppenfestes – ein Fest, das Anwohner mit kulinarischen Genüssen, Kunst und Brauchtum vereint.
Ursprünglich war die Skulptur 2004 im Rahmen des Wiesbadener Kunstsommers nahe dem Kurhaus platziert worden. Auf öffentlichen Wunsch hin, das Werk besser sichtbar zu machen, verlegten Stadtverantwortliche es 2019 auf die Kürbiswiese. Die aus Edelstahl gefertigte Plastik, deren Design mit den auffälligen Tupfen unverändert blieb, steht weiterhin für das von der Künstlerin intendierte Symbol der Unendlichkeit.
Das diesjährige Kürbissuppenfest fand am Samstagmorgen statt und lockte etwa zwei Dutzend Besucher an die Skulptur. Wer die gespendete Kürbissuppe kosten wollte, musste zuvor die Ode an den Kürbis anstimmen – eine verspielte Tradition des Festes. Neben der gemeinsamen Suppe, zubereitet aus kleinen Hokkaido-Kürbissen bis hin zu riesigen Zierkürbissen, wurden auch Rezepte ausgetauscht.
Im Zeichen von Geben und Nehmen verbindet das Fest Kunst, Genuss und Gemeinschaft. Während Kusamas Skulptur ein festes Standbein bleibt, wandelt sich jährlich ein weiteres Kürbis-Kunstwerk auf dem Dern'schen Gelände, wo natürliches Wachstum und künstlerische Gestaltung verschmelzen. Die Veranstalter betonen, dass das Fest Generationen und Kulturen verbindet und längst zu einer geliebten Wiesbadener Tradition geworden ist.
Das Kürbissuppenfest hat der Kusama-Skulptur eine neue Rolle im Stadtleben verliehen. Ihr Standort nahe dem Markt sorgt für mehr Besucherverkehr, während das Fest mit seinen gemeinsamen Rezepten und Liedern die Tradition bewahrt. Die Mischung aus Kunst und Mitmach-Charakter prägt weiterhin den kulturellen Kalender Wiesbadens.






