26 March 2026, 00:10

Lamin Leroy Gibba gewinnt Blauen Panther für Black Fruits – eine Serie über Identität und Widerstand

Ein Mann in einem weißen Hemd und braunen Hosen steht auf einer Bühne und hält ein Mikrofon, während er eine Menge anspricht. Im Hintergrund ist ein pinkes Banner mit der Aufschrift 'Berlin as Fuck' zu sehen.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Tschüss, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba gewinnt Blauen Panther für Black Fruits – eine Serie über Identität und Widerstand

Lamin Leroy Gibba hat für seine bahnbrechende Serie Black Fruits den Bayerischen Fernsehpreis (Blauer Panther) erhalten. Die Serie, die er selbst erschaffen, geschrieben und in der er die Hauptrolle spielt, begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann, der sich im Alltag Hamburgs mit den dortigen Herausforderungen konfrontiert sieht. Mit ihrer schonungslosen Erzählweise thematisiert die Serie Rassismus, Sexismus und Homophobie als Teil des täglichen Lebens.

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Gibbas Weg zu Black Fruits begann mit einer kühnen Vision. Nach seinem Studium in Schauspiel, Regie und Drehbuch an der New School der New York University fand er in den USA Inspiration – viele seiner Professoren und Kommilitonen waren schwarz. Diese Erfahrung veränderte sein Selbstverständnis und bestärkte ihn darin, Geschichten zu erzählen, die im deutschen Medienraum oft ignoriert werden.

Mit der Idee zu Black Fruits zog er nach Berlin und setzte auf Eigeninitiative. Nach dem Motto "Mach es selbst" schrieb er sich selbst in die Hauptrolle des Lalo, einer Figur, die seine eigene Identität und seine Kämpfe widerspiegelt. Die Serie fand schnell Anerkennung und wurde für den renommierten Grimme-Preis nominiert.

Schon vor Black Fruits hatte Gibba in der Branche Aufsehen erregt: Er stand auf der Forbes-Liste "30 unter 30" und gewann einen Preis für einen Kurzfilm. Doch dieses Projekt bleibt sein persönlichstes – eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit intersektionaler Identität.

Der Bayerische Fernsehpreis unterstreicht die Bedeutung von Black Fruits für das deutsche Fernsehen. Gibbas Werk rückt nicht nur eine selten gezeigte Perspektive in den Mittelpunkt, sondern beweist auch die Kraft des unabhängigen Erzählens. Die Serie regt weiterhin wichtige Debatten über Repräsentation in den Medien an.

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