25 March 2026, 10:09

Münchner Wirtshaus verlangt 25 Euro fürs Erbrechen – und löst Shitstorm aus

Eine große Gruppe von Menschen sitzt an Tischen unter einem Zelt beim Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen, umgeben von festlichen Zelten, Lichtern und Fahnen.

Münchner Wirtshaus verlangt 25 Euro fürs Erbrechen – und löst Shitstorm aus

Münchner Wirtshaus löst Debatte aus: 25 Euro Reinigungsgebühr für Erbrechen

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Ein Münchner Wirtshaus sorgt für Diskussionen, nachdem es eine 25-Euro-Reinigungsgebühr für Gäste eingeführt hat, die sich in den Räumlichkeiten übergeben. Die Maßnahme fällt in die Zeit des Oktoberfests, des größten Volksfests der Welt, das jedes Jahr Millionen Besucher in die Stadt lockt. Während das Fest für seine ausgelassene Stimmung und den Bierkonsum bekannt ist, spaltet die neue Gebühr die Meinungen im Netz.

Auf einem Schild erklärt das Lokal, die Gebühr diene dem Respekt vor dem Reinigungspersonal. Viele Nutzer auf X (ehemals Twitter) haben sich dazu geäußert: Einige unterstützen die Idee als fair und notwendig, andere verweisen darauf, dass ähnliche Regelungen in Bars im Ausland bereits üblich seien – und die Gebühr daher vertretbar sei.

Kritiker hingegen halten die Abgabe für ungerecht oder bezweifeln, ob sie tatsächlich rücksichtsloses Verhalten verhindert. Manche fordern sogar, die Strafe von 25 Euro sei zu niedrig und müsse erhöht werden. Zudem gibt es Zweifel, ob das eingenommene Geld tatsächlich an die Reinigungskräfte fließt.

Trotz der hitzigen Online-Diskussion hat bisher kein anderes Münchner Wirtshaus eine solche Gebühr eingeführt. Auch aus anderen Städten oder Ländern sind keine vergleichbaren Praktiken bekannt. Unterdessen zieht das Oktoberfest weiterhin Schausteller, Marktstände und Wirte auf die Theresienwiese, wo Besucher Bier und traditionelle Leckereien im Litermaß genießen.

Bisher bleibt die Regelung des Wirtshauses eine Einzelmaßnahme. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich Verantwortung und Fairness in belebten Festumgebungen bewertet werden. Da keine weitere Verbreitung der Regel absehbar ist, dürfte die Diskussion auch in diesem Oktoberfest-Jahr weitergehen.

Quelle