Neue Studie enthüllt Fluchtwege der Duisburger Juden im 20. Jahrhundert
Klothilde BergerNeue Studie enthüllt Fluchtwege der Duisburger Juden im 20. Jahrhundert
Neue Studie zu Flucht und Auswanderung der Duisburger jüdischen Bevölkerung wird im nächsten Monat vorgestellt
Im November präsentiert Johanna Ritzel eine systematische Untersuchung zur Flucht und Auswanderung der jüdischen Bevölkerung Duisburgs – die erste ihrer Art seit 1986. Ihre Forschungsergebnisse zeigen, wie die Entscheidungen, zu gehen oder zu bleiben, das Leben in einer turbulenten Zeit prägten.
Der öffentliche Vortrag findet am 13. November um 18:15 Uhr im Stadtarchiv Duisburg statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 60 Personen begrenzt.
Ritzels Masterarbeit analysiert die Migrationsbewegungen jüdischer Männer und Frauen aus Duisburg im 20. Jahrhundert. Sie untersucht, wann die großen Auswanderungswellen stattfanden, wohin die Menschen gingen und welche Faktoren ihre Entscheidungen beeinflussten. Dabei spielten Alter, Geschlecht und Herkunft eine zentrale Rolle.
Die Präsentation rückt individuelle Schicksale in den Fokus und zeigt, wie persönliche Umstände darüber entschieden, ob jemand floh oder blieb. Diese Biografien verleihen den historischen Daten ein Gesicht und veranschaulichen die größeren Muster von Vertreibung und Neuanfang.
Die Veranstaltung ist Teil einer breiteren Debatte über Migration und Flucht – Themen, die bis heute hochaktuell sind. Indem die Studie den Blick auf die jüdische Gemeinde Duisburgs lenkt, bereichert sie die globale Diskussion um eine lokale Perspektive.
Veranstaltet wird der Abend in der DenkStätte im Stadtarchiv, einem passenden Ort für eine Untersuchung, die historische Erfahrungen mit heutigen Fragen nach Zugehörigkeit und Bewegung verbindet.
Ritzels Arbeit schließt eine Lücke in der lokalen Geschichtsforschung und bietet detaillierte Einblicke in die Entscheidungen einer Gemeinschaft in schwierigen Zeiten. Die Veranstaltung am 13. November gibt der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich direkt mit den Erkenntnissen auseinanderzusetzen. Der freie Eintritt ermöglicht eine breite Teilhabe, auch wenn die Platzzahl auf 60 Personen begrenzt ist.






