"Parteigenossen"-Rede bei AfD-Jugend löst Rätselrat und Eklat aus
Klothilde Berger"Parteigenossen"-Rede bei AfD-Jugend löst Rätselrat und Eklat aus
Eine Rede auf einer Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation hat für Kontroversen und Spekulationen gesorgt. Alexander Eichwald wandte sich an die Delegierten als „Parteigenossen“ und sprach von einer „nationalen Pflicht“, die deutsche Kultur zu schützen. Die AfD hat sich inzwischen von ihm distanziert und plant, ihn aus der Partei auszuschließen.
Ausschnitte aus Eichwalds Rede verbreiteten sich rasant in den sozialen Medien. Seine Worte und sein Auftreten warfen Fragen nach seiner Identität und seinen wahren Absichten auf. Manche vermuteten, der gesamte Auftritt könnte eine satirische Aktion gewesen sein.
Das Satiremagazin Titanic behauptete später, für Eichwalds Handeln verantwortlich zu sein. Belege für diese Behauptung blieben jedoch aus. Eichwald selbst war bereit, über seine Rede zu sprechen, bestand aber darauf, dies zunächst in einem TV-Interview zu tun.
Recherchen zu Eichwalds Hintergrund förderten kaum Erkenntnisse zutage. Zuvor hatte er unter dem Namen „Alex Oak“ Partymusik auf Deezer veröffentlicht. Darüber hinaus blieben seine Herkunft und Motive unklar.
Die AfD verurteilte Eichwalds Inhalte und Auftreten als unvereinbar mit ihren Grundsätzen. Die Partei kündigte an, ihn auszuschließen und sich damit von der rätselhaften Figur zu trennen. Eichwalds Rede und sein undurchsichtiger Hintergrund sorgen weiterhin für Aufmerksamkeit im Netz. Der Vorfall wirft nach wie vor Fragen über die Art seiner Verbindung zur Partei auf.
