07 April 2026, 12:12

Solingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit gegen wachsende Sicherheitsrisiken

Eine detaillierte Karte der Vereinigten Staaten, die die Standorte der National Geospatial Intelligence Agency in fetter Schrift hervorhebt und geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt.

Solingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit gegen wachsende Sicherheitsrisiken

Solingen veranstaltete kürzlich eine Tagung zur Inneren Sicherheit – angesichts wachsender Bedrohungen für die zivile Infrastruktur. Die Diskussion stand im Zeichen des 70. Gründungsjubiläums der Bundeswehr und konzentrierte sich auf die zivil-militärische Zusammenarbeit in Krisenzeiten. Organisiert von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen, brachte die Veranstaltung Militärvertreter, Polizeikräfte und lokale Verantwortungsträger zusammen, um über künftige Risiken zu sprechen.

Unter dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – wie sieht die zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" trat Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, als Redner auf. Er skizzierte ein Szenario, in dem gezielte Angriffe auf kritische zivile Infrastruktur – etwa Wasser-, Strom- und Gasversorgung – bis 2028 realistischer werden könnten. Henne betonte, dass nicht nur militärisch, sondern auch mental und organisatorisch mehr Resilienz in der Gesellschaft aufgebaut werden müsse.

Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Solingen, versicherte den Teilnehmenden, die Stadt sei mit ihren Schutzmaßnahmen "auf dem richtigen Weg". Markus Röhrl, Polizepräsident des Bergischen Städtedreiecks, erläuterte, wie die Sicherheitsbehörden im Krisenfall ihre Einsätze koordinieren. Die Debatten machten deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk (THW) und kommunalen Behörden ist.

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Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, eröffnete und beschloss die Veranstaltung mit dem Appell, Freiheit, Frieden und Demokratie zu verteidigen. Sie forderte eine stärkere gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit, um diese Werte gegen neue Bedrohungen zu wahren.

Am Ende stand ein gemeinsamer Aufruf zu mehr Vorsorge und Vernetzung. Solingen treibt weiterhin die Absicherung seiner kritischen Infrastruktur voran und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Militär, Rettungskräften und Stadtverwaltung. Veranstalter wie Teilnehmer waren sich einig: Nur durch kontinuierliche Abstimmung lassen sich künftige Sicherheitsherausforderungen bewältigen.

Quelle