Solingen kämpft um sichere Schwimmkenntnisse für Grundschüler nach Pandemie-Einbruch
Hellmuth OrtmannSolingen kämpft um sichere Schwimmkenntnisse für Grundschüler nach Pandemie-Einbruch
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sichere Schwimmkenntnisse
Begrenzte Badezeiten, Personalmangel und die Folgen der Pandemie haben das Problem verschärft: Immer mehr Kinder in Solingen können nach der Grundschule nicht sicher schwimmen. Nun suchen Stadtverantwortliche nach neuen Wegen, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler vor dem Schulabschluss ausreichend Schwimmunterricht erhalten.
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat schlägt vor, Schwimmhelferinnen und Schwimmhelfer einzusetzen, um den Unterricht zu verbessern. Diese sollten die Lehrkräfte unterstützen und den Kindern individuelle Betreuung bieten. Die Partei sieht darin einen wichtigen Schritt zu sichererem und effektiverem Schwimmunterricht.
Der Solinger Sportbund begrüßt den Vorschlag und schätzt, dass rund 75.000 Euro jährlich ausreichen würden, um an allen Schulformen eine flächendeckende Unterstützung zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit Schwimmhelfern auszuwerten und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen.
Neben lokalen Initiativen könnten auch externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" zusätzliche Ressourcen bereitstellen. Das Ziel ist klar: Jedes Kind sollte die Schule mit sicheren Schwimmkenntnissen verlassen. Ohne diese Fähigkeit besteht ein höheres Risiko in und am Wasser – jedes Jahr kommt es zu Ertrinkungsunfällen, die auf mangelnde Schwimmfähigkeiten zurückzuführen sind.
Früher und zuverlässiger Schwimmunterricht gilt als lebensrettende Maßnahme. Falls der Einsatz von Schwimmhelfern genehmigt wird, könnte dies helfen, die aktuellen Lücken im Unterricht zu schließen. Die nächsten Schritte der Stadt werden zeigen, ob der Plan umgesetzt wird und wie die Finanzierung gesichert werden kann.






