25 April 2026, 08:10

Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Umweltverdacht wieder auf

Großer Tagebau in einem Schmutzfeld umgeben von Bäumen, Gebäuden und einem Schuppen unter einem bewölkten Himmel, mit Steinen und Pflanzen auf dem Boden.

Wiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Umweltverdacht wieder auf

Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer vorübergehenden Unterbrechung wegen des Verdachts illegaler Abfallentsorgung wieder aufgenommen worden. Die Pause war erfolgt, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass belastete Erde auf dem Gelände abgelagert worden sein könnte. Dies veranlasste die Behörden zu einer Überprüfung. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch – geleitet von Staatsanwälten für Umweltkriminalität in Dortmund.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Bezirksregierung Arnsberg gab nach monatelanger Prüfung grünes Licht für die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten. Fachgutachten kamen zu dem Schluss, dass keine eindeutigen Beweise für die Ablagerung fremder Materialien vorlagen. Zwar wurden geringfügige Bodenverunreinigungen festgestellt, doch stellten die Behörden fest, dass davon keine akute Gefahr ausgehe.

Aufgrund der immensen Größe des Tagebaus gestaltet sich die Ortung möglicherweise belasteter Bereiche durch zufällige Probenentnahmen ohne genaue Angaben zu Ablagerungsstellen schwierig. Um Bedenken zu begegnen, wird nun ein Grundwassermonitoringsystem eingerichtet. Dieses soll frühzeitig Anzeichen von Verunreinigungen erkennen, falls solche auftreten.

Die Dortmunder Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen fort, plant jedoch keine weiteren Schritte, es sei denn, die laufenden Untersuchungen fördern neue Beweise zutage. Der Betrieb des Tagebaus läuft unter verschärfter Aufsicht wieder normal. Die Behörden werden sich auf das neue Grundwassermonitoring stützen, um mögliche Probleme zu überwachen. Der Fall bleibt vorerst nur auf staatsanwaltschaftlicher Ebene offen, ohne dass zusätzliche Auflagen verhängt wurden.

Quelle