Thüringens Freilichtmuseen trotzen Spritpreisen mit neuem Programm und Shuttles
Klothilde BergerBeeinflusst der Spritpreis den Besuch von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen trotzen Spritpreisen mit neuem Programm und Shuttles
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz wachsender Sorgen über steigende Spritpreise
Mit stark angestiegenen Benzin- und Dieselpreisen seit Ende Februar fürchten ländliche Attraktionen in Thüringen, dass weniger Besucher die Anreise auf sich nehmen könnten. Dennoch setzen mehrere bedeutende Standorte auf Neueröffnungen, Veranstaltungen und verbesserte Verkehrsanbindungen, um Gäste anzulocken.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden, das größte Thüringens, öffnet am 28. März wieder seine Hauptfläche; das neue Besucherzentrum soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Beliebte Veranstaltungen wie der Handwerkertag und das Museumsfest (12. April), der Schäfertag (1. August) sowie ein erweiterter Thüringer Käsemarkt (6. September) kehren zurück. Um autolosen Gästen die Anreise zu erleichtern, startet an Ostern ein Weekend-Busshuttle ab Erfurt.
Museumsleiterin Franziska Zschäck äußerte zwar Bedenken wegen der Spritpreise, zeigt sich aber optimistisch, dass die Besucherzahlen stabil bleiben. Das Freilichtmuseum Funkenburg in Westgreußen öffnet wie gewohnt zu Ostern und lädt zum Ostereiersuchen (5. April) sowie ins Ostercafé (6. April) ein. Später folgen eine Völkerwanderungszeit-Nachstellung (16.–17. Mai) und das Funkenburg-Fest (15.–16. August).
Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt empfangen ab 1. April Besucher mit einem restaurierten Eingangstor und einer modernisierten Kaffeemaschine im Café. Geplant sind das Burgenland-Weinfest (12.–13. Juni), Open-Air-Kino (17. Juni–17. Juli), Sommerbühne (18. Juli–16. August) sowie die Rudolstädter Sommerkonzertreihe (20. Juni–20. September).
Seit Ende Februar sind die Spritpreise in Deutschland stark gestiegen: Benzin verteuerte sich um 25 Cent pro Liter, Diesel um 43 Cent – bedingt auch durch hohe Steuern. Ein direkter Einfluss auf den Thüringer Tourismus ist zwar nicht belegt, doch die steigenden Kosten belasten Haushalte in der Region.
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen setzen Thüringens Freilichtmuseen auf neue Attraktionen und bessere Anbindungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die höheren Spritpreise die Besucherzahlen beeinträchtigen. Bis dahin konzentrieren sich die Veranstalter darauf, ein volles Programm an Veranstaltungen und Verbesserungen zu bieten.






