Wie Landwirt:innen Dürreperioden mit cleveren Strategien trotzen können
Anto SchülerWie Landwirt:innen Dürreperioden mit cleveren Strategien trotzen können
Immer mehr Regionen sind von Dürre betroffen – besonders im Frühling und Frühsommer. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) hat nun Strategien veröffentlicht, die Landwirt:innen helfen sollen, diese schwierigen Bedingungen zu bewältigen.
Dürre wirkt sich je nach Wachstumsphase und Wasserbedarf unterschiedlich auf die Kulturen aus. Winterroggen etwa entwickelt sich früher als Nachbauweizen und kann blühen sowie Körner ausbilden, wenn ausreichend Wasser verfügbar ist. In Gebieten mit Frühsommerdürre könnte der Anbau von Winterroggen statt Nachbauweizen daher bessere Erträge bringen.
Auch die Bodenbewirtschaftung spielt eine zentrale Rolle. Eine Bodenbearbeitung kurz vor der Aussaat von Raps verringert Verdunstungsverluste. Regelmäßige Gaben von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist erhöhen den Humusgehalt des Bodens – das stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Trockenphasen.
Die Wahl der richtigen Kultur ist ebenfalls entscheidend. Ertragsstabile Sorten bringen nicht immer die höchsten Erträge am jeweiligen Standort. Frühreife Sorten kommen besser mit Dürre zurecht, können in nassen Jahren aber aufgrund geringerer Sonneneinstrahlung schwächeln. Tiefwurzler wie Zuckerrüben mit kräftigen Wurzelsystemen überstehen trockene Perioden in der Regel besser.
Ein weiterer sinnvoller Ansatz ist der Anbau von Kulturen mit unterschiedlichen Spitzenwasserbedarfszeiten. Dadurch wird das Risiko gestreut und die Belastung der Wasservorräte verringert.
Die Empfehlungen des BZL umfassen Bodenvorbereitung, Kulturwahl und Sortenauswahl. Mit diesen Maßnahmen lassen sich Dürreschäden minimieren und die Erträge stabilisieren. Landwirt:innen können so die Strategien nutzen, um sich an die zunehmend trockeneren Bedingungen anzupassen.






