Xanny-Kult unter Jugendlichen: Wie Xanax zur gefährlichen Trenddroge wird
Klothilde BergerXanny-Kult unter Jugendlichen: Wie Xanax zur gefährlichen Trenddroge wird
Der Konsum von Xanny – ein Slangbegriff für das verschreibungspflichtige Medikament Xanax – hat unter jungen Menschen stark zugenommen, besonders in Großstädten wie München. Das Mittel ist tief in der Jugendkultur verankert, wobei Verweise in Musik und sozialen Medien seine Beliebtheit weiter anheizen.
Xanax, medizinisch als Alprazolam bekannt, verbreitet sich vor allem in urbanen Gebieten, wo der Zugang oft einfacher ist als zu Opioiden oder Valium. Seine Präsenz in der zeitgenössischen Hip-Hop- und Rap-Szene hat den Konsum zusätzlich normalisiert – viele Künstler thematisieren das Medikament offen in Songtexten und öffentlichen Äußerungen.
Prominente Musiker wie Billie Eilish und Money Boy haben Xanax in ihren Werken erwähnt. Eilishs Album von 2019 löste etwa breite Debatten über Drogenkonsum unter jungen Hörern aus. Doch nicht nur die Musik, auch soziale Medien verstärken die Sichtbarkeit des Mittels und lassen es wie einen selbstverständlichen Teil des modernen Lebens wirken.
Viele junge Nutzer greifen zu Xanny, um Stress oder der Realität zu entfliehen. Doch das Medikament birgt erhebliche Risiken, darunter Abhängigkeit und eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit. Experten warnen zudem, dass die häufige Kombination mit Cannabis diese Gefahren noch verstärkt.
Der wachsende Trend zum Xanny-Konsum spiegelt einen größeren Wandel in der Jugendkultur wider, in der verschreibungspflichtige Medikamente zunehmend verherrlicht werden. Während manche den Konsum als harmlos abtun, bleiben die Risiken von Sucht und psychischen Folgen ernst zu nehmende Probleme. Behörden und Gesundheitsfachleute beobachten die Entwicklung mit Sorge, während sich der Einfluss des Mittels weiter ausbreitet.






