05 April 2026, 06:11

Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung am Tod eines Obdachlosen

Cartoon-Illustration einer Gerichtsszene mit dem Titel "Boney's Trial, Sentence, and Dying Speech Europe's Injuries Revenged", die eine Gruppe von Menschen mit einem zentral stehenden Mann und einen Tisch mit Gegenständen auf der rechten Seite zeigt.

Tod eines Obdachlosen - Angeklagter bestreitet Vorwürfe - Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung am Tod eines Obdachlosen

Ein 46-jähriger Ukrainer mit griechischem Pass steht in Neuss wegen des Mordes an einem 56-jährigen Obdachlosen vor Gericht. Der Angeklagte bestreitet jede Beteiligung am Tod des Mannes, räumt jedoch ein, den verletzten Opfer zurück in dessen Zelt getragen zu haben. Der Fall nahm eine dramatische Wendung, als der mutmaßliche Mittäter, ein 39-Jähriger, sich noch vor Prozessbeginn in Untersuchungshaft das Leben nahm.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten und dem 39-Jährigen vor, das Opfer in der Nähe des Rheinufers angegriffen zu haben. Laut Anklageschrift wurde der ältere Mann so schwer misshandelt, dass er später in seinem Zelt starb. Der Angeklagte hingegen behauptet, er habe erst eingreifen wollen, um zu helfen, nachdem der 56-Jährige bereits bei einem Streit um Zeltplatz verletzt worden sei.

Vor Gericht erklärte der Beschuldigte, das Opfer sei während der Auseinandersetzung mit dem 39-Jährigen mehrmals zu Boden gestürzt. Er gab zu, den Mann zurück in sein Zelt getragen zu haben, bestritt aber, an der Gewalt beteiligt gewesen zu sein. Der Prozess, der kürzlich begann, wird mit fünf weiteren Verhandlungsterminen bis Mitte Dezember fortgesetzt.

Der Fall wurde durch den Tod des Mitangeklagten zusätzlich verkompliziert, der sich in Untersuchungshaft das Leben nahm. Bisher sind keine Details über öffentliche oder mediale Reaktionen auf seinen Suizid in Deutschland bekannt geworden.

Der Angeklagte bleibt die einzige Person, die sich wegen des gemeinschaftlichen Mordvorwurfs vor Gericht verantworten muss. In den kommenden Wochen wird das Gericht weitere Beweise prüfen. Ein Urteil wird nach der letzten Verhandlung im Dezember erwartet.

Quelle