05 April 2026, 10:10

Solingen führt Mindestpreis für Uber-Fahrten ein – 91 Prozent des Taxitarifs

Gelbes Taxi auf einer städtischen Straße mit hohen Gebäuden, Fahrrädern, einer Ampel, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Solingen führt Mindestpreis für Uber-Fahrten ein – 91 Prozent des Taxitarifs

Neue Verordnung in Solingen: Mindestpreis für Fahrten mit Ridepooling-Diensten bei 91 Prozent des Taxitarifs

Eine neue Verordnung in Solingen legt einen Mindestpreis für Fahrten mit Ridepooling-Diensten wie Uber fest – dieser beträgt 91 Prozent des üblichen Taxitarifs. Damit soll der Wettbewerb durch Anbieter wie Uber eingeschränkt und traditionelle Taxiunternehmen geschützt werden. Kritiker befürchten jedoch, dass die Regelung die Kosten für Fahrgäste in die Höhe treibt und den Wettbewerb erstickt.

Seit Uber in Solingen aktiv ist, nutzen immer mehr Einwohner die günstigen und flexiblen Fahrtdienste über Apps. Die Stadtverwaltung hat nun mit der Mindestpreisregelung reagiert, um Ridepooling-Anbieter im Preiswettbewerb weniger attraktiv zu machen.

Nina Brattig, Vorsitzende der FDP-Fraktion im Solinger Stadtrat, verurteilte die Entscheidung scharf. Sie argumentiert, dass die künstliche Erhöhung der Uber-Preise vor allem junge Menschen und Gelegenheitsnutzer belasten werde. Zudem kritisierte sie das Fehlen einer politischen Debatte vor dem Erlass der Verordnung und bezeichnete dies als Versuch, Ubers erfolgreiches Geschäftsmodell ohne ausreichende Diskussion auszuhebeln.

Brattig plädiert stattdessen für fairen Wettbewerb unter modernen Bedingungen. Sie schlägt Reformen veralteter Taxivorschriften vor, anstatt Ridepooling-Dienste einzuschränken. Die FDP fordert seit Langem einen ausgewogeneren Ansatz und warnt, dass höhere Preise den Wettbewerb verzerren und Verbraucher benachteiligen würden.

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Trotz ähnlicher regulatorischer Hürden verzeichnet Uber in anderen deutschen Städten ein starkes Wachstum. In Metropolen wie Berlin und München hält der Dienst bereits einen Marktanteil von rund 30 Prozent – begünstigt durch die hohe Smartphone-Nutzung und den städtischen Verkehrsstau. In Nachbarstädten wie Zürich und Wien sind die Vorschriften deutlich liberaler, was die Expansion im DACH-Raum zusätzlich fördert.

Die Verordnung schreibt vor, dass Ridepooling-Fahrten in Solingen mindestens 91 Prozent des Taxitarifs kosten müssen. Kritiker bemängeln, dass daduch die Preise für Fahrgäste steigen und der Wettbewerb eingeschränkt wird, ohne die strukturellen Probleme der Taxibranche zu lösen. Die FDP setzt sich weiterhin für Reformen ein, die einen fairen Wettbewerb zwischen Taxis und Ridepooling-Diensten ermöglichen.

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