05 April 2026, 00:14

Neuer wfa-Chef Stefan Deimann will Arnsbergs Wirtschaftskrise mit Innovation überwinden

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebietes auf einem Blatt Papier mit beschrifteten Bereichen, die Gebäude, Straßen und andere Merkmale darstellen.

Neuer wfa-Chef Stefan Deimann will Arnsbergs Wirtschaftskrise mit Innovation überwinden

Stefan Deimann wird am 1. Februar 2026 neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Arnsberg (wfa). Der 60-Jährige bringt fast drei Jahrzehnte Erfahrung in der Wirtschaftsförderung mit, zuletzt in der Region Münsterland. Seine Berufung erfolgt in einer Phase des wirtschaftlichen Abschwungs in Arnsberg, in der Unternehmen mit steigenden Kosten, Stellenabbau und anhaltendem Fachkräftemangel zu kämpfen haben.

Deimann löst Rainer Schäferhoff ab, der die wfa seit Januar 2026 kommissarisch geleitet hat. Schäferhoff wird künftig als zweiter Geschäftsführer die Arbeit der Behörde unterstützen. Bürgermeister Ralf Paul Bittner begrüßte Deimanns Amtsantritt und bezeichnete ihn als "herausragende Führungspersönlichkeit" für die Organisation.

Die wfa fungiert als wichtige Schnittstelle zwischen der lokalen Wirtschaft und politischen Gremien und bietet Fachwissen sowie Unterstützung an. Deimanns Schwerpunkte liegen in der Bewältigung zentraler wirtschaftlicher Herausforderungen, der Förderung zukunftsorientierter Branchen und der Stärkung des Standortmarketings. Geplant sind Wachstumsimpulse durch Digitalisierung, bessere Vernetzung und gezielte Fördermaßnahmen.

Die Wirtschaft in Arnsberg steckt seit Jahren in der Krise. Im Frühling 2026 sank das Geschäftsvertrauen um acht Punkte, während die Einstellungspläne um 31 bzw. 20 Punkte zurückgingen. Hohe Energiekosten, geopolitische Risiken und der anhaltende Fachkräftemangel haben die Region geschwächt. Zwar hat sich der Arbeitskräftemangel aufgrund des wirtschaftlichen Drucks leicht entspannt, doch das Wachstum der Industrieproduktion verlangsamt sich seit 2023. Bundesweit gingen seit 2019 rund 400.000 Arbeitsplätze verloren. Der Zusammenbruch des Unternehmens Balver Zinn im Oktober 2025 verschärfte die Unsicherheit am lokalen Arbeitsmarkt zusätzlich.

Deimann hat zugesagt, eng mit Unternehmen und Partnern zusammenzuarbeiten. Sein Ansatz setzt auf Innovation, persönliches Engagement und die Unterstützung von Betrieben bei der Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen.

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Deimanns Amtsantritt fällt in eine entscheidende Phase für die Wirtschaft Arnsbergs. Politische Gremien unterstützen die Bemühungen, die zukünftige Rolle der wfa bei der Förderung des lokalen Wachstums zu sichern. Mit seiner Erfahrung und den geplanten Initiativen will er langjährige Probleme angehen und gleichzeitig neue Chancen für die Region erschließen.

Quelle