Hans-Joachim Watzke wird neuer BVB-Präsident nach turbulentem Führungswechsel
Watzke ist nicht mehr BVB-Geschäftsführer - Versöhnung mit Lunow - Hans-Joachim Watzke wird neuer BVB-Präsident nach turbulentem Führungswechsel
Borussia Dortmunds Mitgliederversammlung ebnet Hans-Joachim Watzke den Weg zur Präsidentschaft des Vereins
Die Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund stand im Zeichen eines Führungswechsels: Nach langjähriger Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender soll Hans-Joachim Watzke künftig das Amt des Präsidenten des Vereins übernehmen. Die aufgrund technischer Probleme verzögerte Veranstaltung markierte das Ende einer Ära – und zugleich einen Neuanfang. Sowohl Watzke als auch der scheidende Präsident Reinhold Lunow zeigten sich öffentlich versöhnlich, blicken auf gemeinsame Erfolge zurück und räumten gleichzeitig die jüngsten Spannungen ein.
Watzkes Wirken bei Borussia Dortmund begann 2005, als er in den Vorstand der vereinsnahen GmbH eintrat. Damals steckte der Klub in einer tiefen finanziellen Krise und kämpfte mit Schulden in Höhe von 120 Millionen Euro. Unter seiner Führung gelang die Konsolidierung: In den 2010er-Jahren schrieb der BVB wieder regelmäßig schwarze Zahlen. Sportlich krönte die Ära Watzke der Gewinn der Bundesliga-Meisterschaft 2011 sowie der Einzug ins Champions-League-Finale 2013. Abseits des Platzes stieg die durchschnittliche Zuschauerzahl von rund 45.000 in den Mitte-2000ern auf über 80.000 im folgenden Jahrzehnt – ein Beleg für Dortmunds Ruf als einer der zuschauerstärksten Vereine Europas.
Doch trotz dieser Erfolgsbilanz war das Verhältnis zwischen Watzke und Lunow in den vergangenen Monaten von öffentlichen Streitigkeiten geprägt, die auch bei Fangruppen auf Kritik stießen. Lunow zog schließlich seine Kandidatur für eine Wiederwahl zurück, sodass Watzke als einziger Bewerber übrig blieb. Die Versammlung selbst begann mit Verspätung, da technische Probleme den Start um eine Stunde verzögerten. In diesem Jahr wurde erstmals ein hybrides Format eingeführt, das allen 238.000 Mitgliedern eine digitale Teilnahme ermöglichte.
Während der Veranstaltung übt Vorstandsmitglied Tobias Westerfellhaus Kritik an der fehlenden Konkurrenz bei der Wahl und fordert tiefgreifendere Reformen in der Vereinsstruktur. Watzke und Lunow hingegen präsentierten sich einig und betonten ihre gemeinsame Vergangenheit – auch wenn sie das jüngste Zerwürfnis bedauerten.
Mit dem Wechsel ins Präsidentenamt endet für Watzke eine über zwei Jahrzehnte währende Phase in Führungspositionen, in der er maßgeblich die Modernisierung von Management und Finanzwesen des Vereins vorantrieb. Sein Rückzug als CEO markiert zwar das Ende einer Epoche, doch bleibt er eng mit der Zukunft Borussia Dortmunds verbunden.
Die Versammlung bestätigte Watzkes neue Rolle als Präsident und festigt damit seinen anhaltenden Einfluss auf den BVB. Der Klub geht nun mit einer Führungsstruktur in die Zukunft, die seine Erfahrung bewahrt, gleichzeitig aber interne Reformforderungen aufgreift. Das hybride Format setzt zudem ein Zeichen für eine stärkere Einbindung der Mitglieder in künftige Entscheidungsprozesse.
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